Was sind Auslandsgebühren bei Kreditkarten
Setzt ein Kreditkarteninhaber seine Karte außerhalb der EU zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen ein oder hebt er im Ausland Bargeld ab, so wird bei den meisten Anbietern eine Auslandsgebühr fällig. Die Gebühr deckt die Kosten, die aufgrund der Wechselgebühren bei Zahlung in Fremdwährung anfallen. Innerhalb Europas fallen sie aufgrund der einheitlichen Währung regelmäßig nicht an. Auslandsgebühren werden oft auch als Auslandseinsatzgebühren oder -entgelt bezeichnet.
Wann fallen Auslandsgebühren an
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Gebühren immer dann anfallen, wenn der Karteninhaber in Fremdwährung bezahlt. Das gilt für Einkäufe, die mit der Kreditkarte bezahlt werden, für Barabhebungen und auch für Interneteinkäufe im außereuropäischen Ausland. Einzige Ausnahme: Erfolgt beim ausländischen Anbieter eine Abrechnung in Euro, entfällt das Auslandsentgelt, da auch keine Wechselgebühren anfallen. Dies ist zuvor mit dem Anbieter zu klären. Bei der kostenlosen Kreditkarte von der Deutschen Kreditbank beispielsweise kann im Ausland, auch außerhalb der EU, kostenlos Bargeld an allen Geldautomaten abgehoben werden. Grundsätzlich gilt: Wird eine Rechnung in der europäischen Währung ausgestellt, fallen keine Wechselgebühren an.
Was sind Wechselgebühren
Wechselgebühren werden erhoben für den Tausch der Fremdwährung in Euro. Da das inländische Konto innerhalb der EU nur mit Euro belastet werden kann, ist diese Umrechnung nötig. Die Fremdwährung wird quasi zum aktuellen Wechselkurs eingekauft. Für den Aufwand der Umrechnung berechnet die Bank das Auslandseinsatzentgelt.
In welcher Höhe werden Auslandsgebühren berechnet
Die Gebühren variieren in der Höhe von 0-2% vom Rechnungsbetrag bei bargeldloser Zahlung. Oftmals ist dies günstiger als mit Bargeld zu bezahlen oder vor dem Auslandsaufenthalt die inländische Währung umzutauschen. Für die Bargeldabhebung werden häufig höhere Gebühren verlangt. Diese liegen zwischen 1-5% des Transaktionsbetrags. Das liegt daran, dass die ausländische Bank mit der Bank des Kreditkarteninhabers wiederum in Euro abrechnen muss. Den Aufwand des Umrechnens lässt sie sich bezahlen. Dennoch ist auch die Bargeldabhebung häufig immer noch günstiger als der Sortenkurs für den Tausch von Währungen.
Grundlage für die Berechnung der Auslandseinsatzgebühren
Maßgebend für die Berechnung ist der Wechselkurs am Tag der Zahlungsstellung und nicht am Tag des Einkaufs beziehungsweise der Abhebung. Umgerechnet wird aufgrund des an der Börse notierten Devisenbriefkurs. Dieser ist in der Regel günstiger als der Devisengeldkurs oder Sortenkurs, der ausschlaggebend für den Tausch von Bargeld in Fremdwährung am Bankschalter ist. Daher kann es sich im Ausland lohnen mittels einer Kreditkarte bargeldlos zu bezahlen.
Die Gebührenabrechnung erfolgt zumeist monatlich, auf dieser werden auch die Auslandsentgelte ausgewiesen. Auslandsgebühren werden nicht bei allen Anbietern fällig, jedoch unterscheiden sich die Konditionen für diese Kreditkarten erheblich von denen anderer Anbieter. Generell lässt sich sagen, dass der Einsatz einer Kreditkarte ohne Auslandsgebühren im Inland meistens mehr kostet , weshalb ein Kreditkartenanbieter Vergleich anzuraten ist.
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